David bringt uns zum Flughafen, komfortabel. Um 10:40 Uhr ist der planmäßige Abflug, und die Landung soll dann um 13:05 Uhr erfolgen.
Die Gepäckabgabe am Automaten gestaltet sich trotz Unterstützung durch eine Servicekraft lustig. Ich erzähle ihr, dass Moni eine E-Mail bekommen hat, dass sie ihr Handgepäck kostenfrei aufgrund der begrenzten Kapazitäten an Bord aufgeben kann. So weit für uns alle alles o.k. Ich drucke für mich die erste Gepäckbanderole aus. Und dann die zweite. Aber geht das überhaupt auf meinem Namen? Also verwenden wir diese Banderole für das Handpepäck nicht. Nun werden zwei Banderolen mit Monis Bordkarte gedruckt. Unter Hilfestellung der Servicekraft werden nun drei an den Gepäckstücken befestigt. Als erste gebe ich Monis großen Koffer auf. Alles o.k. Nun wird vom Aufgabeautomaten noch ein Foto verlangt, dass ich bereitwillig gebe. Aber es war ja Monis Koffer mit ihrer namentlichen Banderole. Zuspät, Änderung nicht mehr möglich. Das Handgepäck schicken wir hinterher. Nun kommt noch mein Koffer dran, und Moni wird auf Empfehlung der Servicekraft fotografiert. Mal sehen, welche Konsequenzen uns damit in Los Angeles erwarten.
Keine.
Dafür dauert die Einreise mit Leberwurst länger. Aber von vorne.
Die neue MPC (Mobile Passport Control) soll die Einreise deutlich verzögern. Erst einmal nehmen wir die falsche Schlange und stehen wie zu alten Zeiten in einem Wirrwarr von trassierten Wegen. Stutzig macht mich, dass die geduldig Wartenden (gefühlt geht es kaum voran) kein Handy für die MPC in den Händen halten. Wir fragen und werden freundlich zu einer anderen Schlange verwiesen, die am Ende deutlich mit MPC gekennzeichnet ist.
Die Einreise scheint durch die zuvor erfassten Abgaben einfacher und schneller. Da wir aber bei der Frage nach der Einfuhr von u.a. Lebensmitteln „gekochte Wurst in Dosen“ angegeben haben, fragt der Officer nach. Wir sagen ihm, das Simon gerne Leberwurst isst. Auf Nachfrage teilen wir ihm mit, dass diese aus Schweinefleisch besteht, aber gekocht ist. Er lässt sich von uns nun „Leberwurst“ buchstabieren und erfasst diese Angabe im PC.
Ein Food-Spezialist muss, weil er diese Situation der besonderen Einfuhr nicht lösen kann. Kaffeebohnen interessieren ihm gar nicht.
Von einem weiteren Officer werden wir in einen Wartebereich geführt. Wir warten, bis ein weiterer Officer aus dem Food-Bereich kommt. Mit ihm holen wir unsere Koffer beim Gepäckband ab und nehmen diese mit in den Agriculture-Zollbereich. Alle 4 Koffer werden nun durch durch das Röntgengerät geschickt. Die Handgepäckskoffer werden nicht beanstandet. Aber in ersten großen Koffer lässt er sich eine Wurstdose zeigen. Mehrfaches Drehen und unser Hinweis, dass wir davon weiter 4 in den Koffern verteilt haben, führen zu Genehmigung der Einreise von Leberwurst.
Die Weiterfahrt mit dem Flyawaybus zur Union Station gestaltet sich aufgrund der Verkehrslage am Nachmittag langwieriger als gedacht. Dafür erhalten wir dort sehr schnell unsere Senior TSP für die vergünstigten Fahrten mit der METRO. Die setzen wir dann gleich ein, am Bahnsteig wartet bereits der Zug.
Und so erreichen wir nach 17 Uhr unser Hotel Zimmer 206 in Padadena. Nach dem Einkauf bei Ralphs mit der Ralphs-Card gibt es ein Picknick auf der kleinen Terrasse am Eingangsbereich. Dann kommt nach 23 Stunden endlich die Bettruhe.

Und dann war da noch das Missgeschick mit dem Weinbecher im Flugzeug.
