Nach fast 4.500 km kommen wir leider ohne roten Schirm wieder in Braunschweig an. Maria hat uns für 19 Uhr zum Abendessen eingeladen, ein schöner Urlaubsabschluß. Und am Montag warten wieder Kinder und Akten auf uns.
Sa, 12.08.2023 – Letzter Stopp in Prag
Die Nacht haben wir mit 2 größeren Heuschrecken verbracht. Vermutlich haben sie auch die Wärme und die grüne Zeltplane gesucht.

Die Einladung von Standa und Sarka konnten wir in Braunschweig nicht abschlagen. Wie werden rechtzeitig zum Grillen in Ricany, einem Vorort von Prag, da sein. Und wir verbringen ei en netten Abend mit Freunden bei sommerlichen Temperaturen und wunderbaren Gastgebern.

Fr, 11.08.2023 – Wien, ein dritter Versuch, diese Stadt zu verstehen und zu mögen
Tatsächlich haben die Hartliner bei kalter und feuchter Nacht unter der Plane geschlafen. Unser Zelt wärmt gut, und ein weiteres Gutes sind weiter Schal, Mütze und neu mein neuer roter Hoodie.

Wien haben wir für uns abseits der touristisch überlaufenen Innenstadt neu entdeckt. Endlich. Früh ging es in den Prater. Wenig los, aber dafür viel Spaß beim Fotografieren. Moni nimmt das Riesenrad, zusammen steigen wir in die Geisterbahn. Ich muß Moni beschützen.












Die Route führt uns weiter zum Campus der WU Wien. Beeindruckend, diese Lernatmosphäre, Ruhe und Entspanntheit, die sich in der Konstruktion des Stadtteilteils Viertel Zwei fortsetzt.







Mit der U2 geht es weiter in die Innenstadt zur Jugendstilroute der Stadt Wien. Ein bisschen überbewertet, und dann noch durch die touristischen Massen. Mir ein Greuel. Und der Schirm wurde in der Albertina modern auch nicht abgegeben. Trotzdem gab es einige schöne Orte, und mit Falco gab es einen überraschenden Abschluss am Ende des Naschmarktes.









Heute bleibt die Küche kalt es ein halbes Hähnchen kalt. Unser österreichisches Abendbrot mit Salat.
Do, 10.08.2023 – Ein Neustart mit Wien in Museen
Gestern Abend haben wir die Ziele für heute festgelegt. Albertina und die Jugendstilroute, die wir nun am Freitag machen.
Zum Frühstück gibt es witterungs- und gasbedingt eine Reminiszenz an Schottland. Porridge. Den Kaffee bestellen wir in der Innenstadt.
Wir starten mit der Albertina.












Weiter geht es dann zum Semperdepot. Während des Besuchs der Ausstellung regnet es, Glück gehabt.
Ausstellung Steve McCurry im Semperdepot, Wien







Kino lief auf der Zeltwiese. Lehnstuhl zurechtrücken, Wein einschenken und zuschauen. Camper, die mit Bedienungsanleitungen hantieren und die Umsetzungen versuchen, neue Großraumzelte mit Überdruck versehene Luftwürsten gleich schlanken Bananen statt Stangen und das im wahrsten Sinne bei dieser kühlen Witterung coolste Zelt besteht an den Ecken aus 4 Fahrrädern, über die eine Plane gelegt und an den Fahrrädern befestigt wird. Darunter eine Plane als Liegefläche und die Seiten provisorisch verhangen. Morgen schaue ich mir diese Konstruktion genauer an.
Mi, 09.08.2023 – Vermutlich ein Regentag in Wien
Die Nacht war kalt, zu. Glück hatte ich die Schlafmütze und einen Schal eingepackt.
Es nieselt bis zum späten Nachmittag. Und beim Museumsbesuch in der Albertina modern wird Moni auch noch der Schirm geklaut, den sie neben einem Schirmständer abgelegt hatte.

Malade beginnt der Tag. Und das Wetter macht keinen richtigen Spaß bei der Außenbesichtigung von Wien. Dafür ist der Museumsbesuch schon ein Highlight. Die Außenstelle der Albertina Zeit zeitgenössische Kunst vom Feinsten. Nara, Warhol, Hirst, Dines, Lichtenstein, Smith, Kiefer u.a. sind z.T. großformatige in den hohen Räumen vertreten.




Im Laufe des Tages haben sich kleine Impressionen, an die ich mich später erinnern möchte.





Vielleicht schauen wir uns morgen einen Film an, sofern das Wetter und die Physe mitspielen.




Eine kleine Reminiszenz am Abend. Es gibt serbischen Salat, sehr fein. Rezept geben wir gerne weiter.
Dieser Beitrag wurde in der Herrendusche auf dem Zeltplatz erstellt. Wegen der Steckdose.
Di, 08.08.2023 – Weiterfahrt nach Wien
Die letzten Dinare werden wir nicht mehr umsetzen können. Vielleicht reicht das Geld noch für die Bezahlung der Maut in Landeswährung anstatt Euros. Wir nehmen hier die Visa-Währung, fast der gesamte Rest wird in Ayvar angelegt. Auf der Fahrt zum Aroma- Markt kommen wir am Partizan-Stadipn vorbei. JNA Grupa hat die grauen Fassaden mit Fußball-Motiven versehen.



Leicht bewölkt und angenehm kühl beginnen wir die Weiterreise nach Wien. Die serbische Grenze ist noch schnell passiert, die ungarischen Kontrollen für EU-Bürger gestalten sich zeitraubender. Aber Türen müssen nicht geöffnet und die dahinter verborgenen Schätze erklärt werden. Falsche Annahme! Aber wir haben nichts zu vergolden, und der Kontrolleur ist zufrieden mit dem Blick in den Kofferraum.
Nach 8 Stunden haben wir den Zeltplatz in Wien an der Donau erreicht. Es gibt nur noch Zeltplätze ohne Stromanschluß. Stromanschluß ist bei den Duschen. Dafür ist die U-Bahn in die Stadt und der Prater jenseits der Donau sehr nah.
Wir werden sparsam mit den Batterieladungen umgehen. Bilder und Einträge werden daher sparsamer ausfallen.

Mo, 07.08.2023 – Museumstag in Belgrad


Früh am Morgen machen wir uns auf den Weg zum Museum für zeitgenössische Kunst, d.h. ausschließlich Kunst serbischer Künstler ab dem 20. Jahrhundert. Die Route führt uns an den Hauptbahnhof und den Busbahnhof vorbei. Vor uns erhebt sich die mächtige Statue von Stefan Nemanja.

Über die Grüne Brücke überqueren wir die Sava Richtung Neustadt. Die Straßenbahnen rumpeln über die Brücke, die Geräusche sind später noch von weitem hörbar. Die Bahn überträgt spürbar die von den unebenen Spuren erzeugten Schwingungen auf die Eisenkonstruktion. Rostige Elemente geben den Blick nach unten frei.



Das Museum ist nicht nur architektonisch, sondern auch vom Darstellungskonzept und den Werken sehr interessant. Besonders die Linolschnitte aus den zwanziger und dreißiger Jahren sind so klar und wirkungsvoll in ihrer Aussage und Darstellung.






Und kurzweilig kann es hier auch noch zugehen.

Mit dem Salon für zeitgenössische Kunst, ein Raum im Erdgeschoss in der Nähe der französischen Botschaft, beenden wir unsere Museumstour. Von der nahegelegenen Festung schauen wie ein letztes Mal die Sava flussabwärts. Rechtzeitig vor dem angekündigten Regen um 17 Uhr wollen wir wieder im Hotel sein und das Restaurant ausprobieren.



So, 06.08.2023 – Regenfrei in die Altstadt von Belgrad?
Das Frühstück ist ei-dominierend und wird nach Auswahl zubereitet. Ich mag EIER.

Bereits vor 8 Uhr brechen wir zur Altstadt auf. Den ab 15 Uhr soll es regnen. Bis dahin haben wir wolkig sonniges Wetter. Auf dem Weg zur Festung legen wir bei dem beeindruckenden Dom des Heiligen Sava, der erst 2003 eröffnet wurde, einen ersten Stopp ein. Do viel Blattgold und Marmor, Oligarchen machen es möglich.




Vorbei an Hausfassaden aus unterschiedlichen Epochen und Zuständen erreichen wir die große Festungsanlage im Vaubanstil. Toll wie die Räume zwischen den 3 Festungsringen genutzt werden: Tennisplatz, Basketballplatz, Dinoland für Kinder, Spielplatz oder Waffen-Museum.




Von hier oben haben wir einen sehr schönen Ausblick auf die Neustadt und den Zusammenfluß der Sove in die Donau.




Um auch den umgekehrten Blick zu erhalten, überqueren wir die naheliegende Brücke. Der Blick ist jedoch nicht ganz so beeindruckend wie erwartet.

Durch die Markthalle geht es zurück ins Hotel. Heute soll die Wäsche nicht gewaschen werden.



Nach fast 17 km erreichen wir das Hotel, und wir können sogar noch ein Bier im Biergarten trinken. Dann setzt wie vorhergesagt der Regen ein.

Sa, 05.08.2023 – Das erste Mal wieder in einem Nicht-EU-Land
Vielleicht nehme ich heute eine Ruhepause. Bestimmt werden aber die vielen neuen Eindrücke ein Anderes bewirken.
Vorher werden die letzten 34 Lei auf dem Markt und in der Bäckerei ausgehen. Dabei kommt es gleich beim Kniblauchkauf zu einer Verwechslung. Der alte Mann fragt Moni, ob sie Knoblauch verkauft. Die Situation ist schnell aufgelöst, und die wahre Verkäuferin kommt dazu.


Im Nirgendwo, der Grenzübergang. An der rumänischen Grenze werden wir kontrolliert. An der rumänischen Grenze muß Moni die Türen öffnen. Kühlschrank mit Weintrauben, Geschirrkiste mit blauem Sieb, Campingutensilien, …. Der Grenzbeamte ist zufrieden, wir glauben, eher verdutzt.




Angekommen, in der „Alten Mühle“ Sarma und Cevapcici gegessen, der angekündigte Starkregen setzt um 14.30 Uhr ein, wir kehren leicht durchnässt ins Zimmer zurück. Der erste Tag in Belgrad ist wohl ins Wasser gefallen. Oder gibt es am Abend noch ein Regenloch? NEIN.

Fr, 04.08.2023 – 37 Grad im Schatten
Wir warten auf den Vaporetta. Ich frage Moni. „Was nehmen wir mit aus Rumänien?“
Rumänien ist sehr unterschiedlich, mit einer anderen Verbindung zur Tradition im Nordosten, Bekreuzigen, auch beim Vorbeigehen an Statuen, Ärmlichkeit, Rückständigkeit, schick durch das Dorf gehen, mit dem Fahrrad durch das Dorf cruisen, Pferdekutschen, Kühe an der Straße, Englisch wird auf der Straße nicht gesprochen, …
In Temeswar: frisch gebackenes Brot mit Mohn oder Sesam, westliche Kleidung, Verständigung auf Englisch, Verkehrsmittel mit Card-Ticket, …

Insgesamt gilt für Rumänien: viele verschiedenreligiöse Kirchen (römisch- katholisch, serbisch-orthodox, griechisch-orthodox, jüdisch), viele Menschen in und manchmal auch vor den Kirchen …
Mit dem Vaporetto fahren wir zur Serbischen Kathedrale und suchen die letzten verbleibenden Sehenswürdigkeiten auf. Unter anderem fehlt noch die Besteigung des temporären Baumturmes. Ich werde mich anstrengen und die Ängste durch Freude vertreiben. Ob das klappt? … Fast.



Es wird spürbar wärmer. Daher besuchen wir nach dem korenischen Mittagessen zum Ausruhen wieder den Innenhof der temporären Sculptura-Ausstellung der ehemaligen Militärschule und die klimatisierten Räume des Kunstmuseums.



Mit dem Vaporetto geht es dann am späten Nachmittag zurück. Belgrad müssen wir noch vorbereiten.

Do, 03.08.2023 – Wir suchen die Angebote der Kulturhauptstadt auf.
Die Temperaturen klettern am späten Vormittag auf 34 Grad. Im Schatten eines Schirmes trinken wir einen Cappuccino und beobachten das Treiben zum Jahrestag der Stadt. Militär, Gendarmerie, Feuerwehr und weitere uniformierte und bewaffnete sowie unbewaffnete Gruppen sind paradengleich aufmarschiert. Erst erfolgt die geistliche Zeromie mit Weihrauch. Dann wechseln sich die städtischen und kommunalen Sprecher mit Grußworten ab. Die Hitze fordert auch bei den teilnehmenden Uniformträgern ihren Tribut. Sanitäter geleiten die Betroffenen in den Schatten und versorgen diese. Nach fast 90 Minuten ist die Veranstaltung zu Ende. Die städtischen und kommunalen Vertreter verlassen den Schattenbereich der kleinen Bühne und müssen nun auch in der Donne den Heim- oder Arbeitsweg antreten.
Heute schaffen wir in 15 km alle Plätze zu besichtigen. Timisoara besitzt fast 10.000 denkmalgeschützte Gebäude. Und an vielen, und insbesondere in der Innenstadt, wird saniert. Sehr gelungen war die Weiternutzung der ehemaligen Militärschule für Ausstellungen und Kulturangebote.





In der Touristinfo erhalten wir einen Tipp für eine Abendveranstaltung im Teatrul de Vara (Orchester Liea, Pasha Parfeni, ….). Hin fahren wir mit dem Valporetto für 21 Cent je Person, zurück nehmen wir die Tram für 82 Cent je Person. Bezahlt wird in den Fahrzeugen per Card. Alles ganz einfach.





Mi, 02.08.2023 – Die Fahrt zur Kulturhauptstadt Timisoara
Das Navi hatte uns gewarnt. Aber es kam noch anders, weil eine Autobahnauffahrt und die Autobahn vollständig gesperrt war. Nach gut 9 Stunden haben wir die Strecke von 560 km nach Temeswar abgefahren, eben die kürzeste. Nun erfolgt nach dem Check-In beim Rentner eine kleine Runde durch das Stadtviertel und die Nahversorgung mit Spezialitäten aus dem Glas, Draculawein, Bergenbier und lokalen Backwaren für die rumänische Sülze. Morgen starten wir, die Erwartungen sind enorm.
„Shine up your light – light up your city“


Di, 01.08.2023 – Markt in Gura Hamora und Neues von Tante Elli
4:30 Uhr beginnen die Marktbeschicker klappernd die Standstangen in die richtige Ordnung zu bringen. Erste Stimmen geben Kommentare und Anweisungen.









Das Telefonat mit Tante Elli war vielversprechend. Nach dem Kontakt mit ihrem Sohn konnte sie die Unterlagen über das Schwarzthal für uns zur Verfügung stellen. Wir fahren zurück ins Schwarzthal, wie gestern 6 km über einen Feldweg. Die gemeinsame Zeit mit ihr war sehr nett und offen informativ. In den Unterlagen befanden sich auch Skizzen der Wohnorte der Einwohner vom Schwarzthal um 1930. Darin befindet sich die Lage des Hauses von Josef Pilsel.


Tante Elli berichtet noch, dass die Kirchenbücher in der römisch-katholischen Kirche in Gura Humora sein könnten. Daher besuchen wir noch die Kirche, um weiteres zu erfahren. Erst nach der Mittagszeit erreichen wir telefonisch einen Geistlichen, der uns empfängt. Die Kirchenbücher sind jedoch nicht in der Kirche hinterlegt. Wir vermuten, daß diese auf der Flucht on Österreich, Polen oder Deutschland verschollen sind. Aber wir werden weiter recherchieren und Kontakte auch aus dem Internet nutzen.


Spannend ist die Frage zum Abschluss des Abendessens. „50 oder 100 cl?“ Traditionell werden 100 cl getrunken, ich entscheide mich für die halbe Menge. Gemeint ist Palinka Vlad Tepes, ein Pflaumenobstler. Er schmeckt sehr gut nach dem traditionellen Essen mit Mamaliga.
Mo, 31.07.2023 – Der Friedhof in Vadu Negrelesei (Schwarzthal)
Koordinaten des Friedhofs in Vadu Negrilesei (Schwarzthal): 47.389196, 25.835772 Cimitirul Vedul Negrilesei, Vadu Negrilesei, Suceava.
Nach dem Frühstück besuchen wir die Markthalle und die angrenzenden Spezial- und Individualgeschäfte.




Wurden unsere Erwartungen an den heutigen Tag erfüllt? Trotz Hilfe durch Dorfbewohner und die Familie von Theo, der in Deutschland bei Porsche in der Montage arbeitet und immer wieder dolmetscht, kommen wir bei der Klärung der Lage des damaligen Hauses der alten Fotografien nicht weiter. Nun kann nur noch Tante Elli helfen. Sie lebt alleine am Dorfausgang. Leider können wir auf den Weg dorthin Theo als Führer nicht mitnehmen. Wir haben nur zwei Sitze zur Verfügung. So nimmt er einfach seinen Squad, obwohl es noch regnet, und er spricht von „meine Wäsche ist gewaschen“. Leider muss Tante Elli bei ihrem Sohn in Deutschland anrufen, um zu erfahren, wo sich die Karte mit den Eintragungen der ersten Siedler befindet. Tante Elli ist im Dezember 1940 und spricht gut deutsch. Sie lebt in dem großen Haus alleine. 4 Hunde passen auf, denn auch Bären und Wölfe leben im angrenzenden Wald. Drei sind angeleint, und der 4. lernt gerade das Bellen. Der Sohn ist nicht erreichbar, daher telefonieren wir morgen miteinander, um zu klären, ob und wo sich die Karte im Haus befindet. Neue Hoffnung?
Auf dem Friedhof sind keine Spuren der Familie zu finden. Es befinden sich aus der Siedlerzeit nur noch 5 alte Grabsteine. Die Familiennamen passen auch zeitlich.



Wir sollen bei Theo, der erst gestern mit dem Bus aus Deutschland angekommen ist und bis fünf Uhr heute morgen die Rückkehr mit dem Schwager in der Sommerküche gefeiert hat, übernachten und das Hotel vergessen. Das passt aber nicht mehr, und wir haben auch noch weitere Ziele.

Wir machen auf der Rückfahrt zum Hotel die geplante Besichtigung des Klosters in Voronet. Vom viel gepriesenen Blau der Fresken ist nicht mehr viel zu spüren. Der Aufgang zum Kloster erinnert uns an den Aufgang zur Burg Bran in Brasov (Drakulaburg).





So, 30.07.2023 – Ins Schwarzthal
Auberginenmus, Kartoffelsalat und mit Käse gefülltes Spiegelei gibt es zum Frühstück. Und an der Ecke des Frühstückstisches steht eine kleine Flasche mit Obstbrand und Schnapsgläser. Nach einen kleinen Spaziergang durch Baia Mare brechen wir um 10.30 Uhr Richtung Gura Humora auf. 250 km liegen vor uns, und die Karoatenausläufer unter dem Autoprofil. Dorf an Dorf, Serpentine am Serpentine, um kurz vor 18 Uhr haben wir es geschafft. Nicht aber die Grillplatte für 2 Personen. Eine Platte für 2 Personen für 2 Tage. Nun haben wir für den nächsten Tag auch noch reichlich Doggy Bag. Und zum Abschluß gönne ich mir einen Pflaumenschnaps, der Menge war auch dieses eher für 2 Personen bemessen.















Sa, 29.07.2023 – Ankunft in Rumänien
Um 9 Uhr brechen wir vom Zeltplatz auf. Unser Ziel liegt heute ca. 600 km östlich in Baia Mare, Rumänien. Leider haben wir nicht bedacht, dass Rumänien noch nicht dem Schengenraum beitreten durfte. Österreich hatte interveniert. Jetzt brauchen wir durch die Grenzkontrolle über 1,5 Stunde länger bis Baia Mare. Unsere sehr schöne gepflegte Pension erreichen wir nach über 8 Stunden Fahrt.

Mit traditionellen Gerichten (Samale und Mamaliga) beenden wir den Tag in Baia Mare. Unter regendichten Schirmen können wir unser Essen bei einem Gewitter genießen.







Sa, 29.07.2023 – Baia Mare
Fr, 28.07.2023 – Mit der Fähre über den Balaton
Unser Geld reicht nicht. Uns fehlen 40 Forint oder ein Geldautomat. Der Busfahrer ist sehr freundlich und nimmt uns mit nach Tihany. Dort besichtigen wir das Kloster. Anschließend gehen wir zum Hafen und setzen mit der Fähre auf ein Bier über. Die Fähre ist für Rentner sogar umsonst, ein Ticket wird nach Prüfung unserer Berechtigung ausgestellt. Nach der Rückfahrt geht es im vollen Bus zurück zum Zeltplatz. Kartoffeln und Maiskolben warten auf uns.














Nun geht Moni nach dem Spaziergang über den lebhaften Zeltplatz doch noch ins Wasser.

Do, 27.07.2023 – Die Kulturhauptregion Balaton
Die Nacht war relativ kühl. Der Regen hat nicht mehr eingesetzt. Das Zelt ist wieder trocken und genießt die warme Sonne unter blauem Himmel in Strand- und Hafennähe am größten Binnensee West- und Mitteleuropa.

Auf den Spuren von Gizela und Stefan streifen wir tagsüber durch das Burgviertel und die Innenstadt. Mittagessen gibt es in einem sozialistischen Relikt mit Essenssaal. Reichhaltig zu Bürgerpreisen, gelbe Bohnensuppe und Betnerrolle mit Spinar- und Salamifüllung. Wasser ist umsonst.



Ob Moni wohl heute ihren neuen Bikini im milchiggrünem seidigem – wie Salzgurkenlake – Balaton einweiht? Vielleicht morgen, bei mehr Sonne.
Hinter dem Heldentor sind wahre Helden dabei, das Burgviertel für die Kulturhauptstadt unter Beobachtung von Stefan und Gizela herauszuputzen.





Ein Abstecher zum Weingut St. Donat erlaubt uns einen herrlichen Blick auf den Balaton.

Mi, 26.07.2023 – Besuch der Kulturhauptstadt Veszprem beim Plattensee
Nach etlichen Mißverständnissen bekommt Moni um 14 30 Uhr ihre Gulaschsuppe. Vezprem erkunden wir morgen, nun geht es weiter zum Zeltplatz, der überraschenderweise der Schönste in Ungarn sein soll. Baia Saraceno ist dann der Schönste der Welt.
Erste Impressionen nehmen wir auf unserem ersten Rundgang zum See mit. Aber alles ist im Wandel, auch die Unterkünfte.




Ohne Brille am Abend im Zelt fällt es mir schwer, orthografisch und grammatikalisch korrekt die Einträge auf dem Smartphone zu verfassen. Als Beispiel lasse ich die Bildunterschriften stehen.
Mi, 26.07.2023 – Weiterfahrt zum Balaton
Zum Frühstück ist wieder der seit Tagen vermutete Sittich schreiend auf dem Zeltplatz unterwegs. Beim Frühstück zeigt er sein wahres Gesicht, ein kleiner weißer sittichimmitierender Zwergpudel.
Di, 25.07.2023 – Bratislava
Das angekündigte Gewitter ist bislang ausgeblieben. Ich mache ein paar Aufnahmen, damit ich den Zeltplatz nich vergesse. Angefangen bei der Tor-Security führt der Weg an die örtlichen Waschgelegenheiten vorbei.




Der grell erleuchtete Regen ist nun doch noch gekommen. Schön, nun werden die Reste der Blattläuse eingeweicht und abgespült.

Um 14 Uhr lädt der Regen nach. Mit unserer Tram 4 geht es am Nachmittag zu den beiden nah beieinanderliegenden jüdischen Friedhöfen.



Der Dienstag ist der Montag. Die Museen haben heute geschlossen. Somit können wir vom Burgberg wieder zurück in die Altstadt gehen, ein Stop wird beim Holocaust-Denkmal und bei der Krönungskathedale des Heiligen Martin eingelegt.



Mo, 24.07.2023 – Bratislava
Nach einem ausgiebigen Lidl-Frühstück mit Speckbockwurst von Billa machen wir uns auf den Weg in die Altstadt. 20 Minuten dauert die Fahrt mit der Tram 4 für 55 Cent.

Bei 33° verlaufen wir uns auf dem Andreas-Friedhof.
So, 23.07.2023 – Ankunft in Bratislava
Was für ein Gegensatz! 140 km weiter südlich weicht das Hotel einem spätsozialistischem Campingplatz. Immerhin gibt es 2 Geschirrwaschbecken. Für die Toilette und die Waschgelegenheiten erhalten wir einen Schlüssel, für den Zugang einen folierte Campingpatzausweis, die Nummer 19. Wir sind auf das Tageslicht für eine Erkundung des Campibplatzes gespannt.
Und Bratislava ist heute am Sonntag gut besucht. Trotz heißen Temperaturen haben sich junge Familien und viele Touristen hier eingefunden. Sehenswert sind die Burganlage und die Blaue Kirche. Morgen schalten wir einen Gang zurück und bummeln durch die Altsradt.




Das Zelt wird nun eingeweiht. Platz ist ordentlich vorhanden. Die Gemüsepfanne mit feinsten Lidl-Gemüaeppodukten schmeckt, auch wenn der Knoblauch leicht muffig ist. Die Markthalle ist aktuell zu einem Kunstobjekt umfunktioniert. In Röhren aus Folien können Kinder spielen.

Sa, 22.07.2023 – Der 2. Tag in Brünn

Für heute haben wir uns drei Eintrittskarten aufgehoben.



Die Besichtigung des Rathausturmes gefällt mir gut. Ich muss nicht auf den schmalen Balkon, und die Sicht von innen durch die Fenster ist recht passabel.
Bei der 3. Eintrittskarte bezahle ich mit, aber ich gebe auf. Eine Stunde unterirdisch unterwegs zu sein, verkrafte ich nun doch nicht. Ich kaufe mir, während Moni durch die Keller geführt wird, eine Lesebrille, und wenig später habe ich sie schon verloren.
Die Führung durch die Aussenanlage der Villa Tugendhat findet um 15.30 Uhr statt. Ein sehr interessantes und schönes Gebäude mit einer bewegten Geschichte der Eigentümer.


Im Beinhaus
Verse und Bild einfügen


Fr, 21.07.2023 Der 1. Tag in Brünn
Rechtzeitig vor dem Regen haben wir die ersten Highlights (Spielberg, Kathedrale St. Peter und Paul, Krautmark, Mährischer Platz) besucht. Sogar bei Tesco haben wir die ersten Einkäufe mit tschechischen Produkten erfolgreich abgeschlossen. Schwer beladen hängen die schwarzen Jutetaschen an unseren Armen und versuchen, das Blut abzuschnüren. Auf der Zielgeraden zum Hotel machen wir einen Stopp in der Kneipe vom gestrigen Abend. Nach 2 leichten Bieren und einer halben Bratwurst mit Senf, Meerrettich und Kümmelbrot beenden wir den Tag. První Doubravnická restaurace. Morgen geht es wieder los in die Altstadt und zur Villa Tugendhat.








Do, 20.07.2023 Anreise nach Brünn
Was für eine Anreise. Verkehrschaos um Dresden, die Weiterfahrt nach der Abfahrt durch Reinsberg aufgrund einer Sperrung nicht möglich, das Navi will partout nicht die Route über die Autobahn in Tschechien nehmen. Einstellungssache. Maut Strecken meiden war die falsche Option im Navi. Nun sind wir 90 Minuten früher in Brünn, reine Planzeit. Oje, die Anfahrt zum B&B Hotel ist aufgrund Straßensperrungen nur umständlich zu erreichen. Schreck, das Zimmer Nr. 2 ist bereits belegt, … ich habe für eine Woche später Zimmer gebucht. Wir suchen uns das Hotel Europa aus, bezahlen den öffentlichen Parkplatz in der Innenstadt und ertrinken das Erlebte an der Ecke mit einem leichten Bier.
Route




Bukowina – Beinamen
Nach dem Ersten Weltkrieg, als das multiethnisches Imperium Österreich-Ungarn zerfallen war, wurden Beinamen für die Bukowina populär, die auf das (lange friedliche) Zusammenleben mehrerer Ethnien verwiesen, etwa „Europa im Kleinen“ oder „Schweiz des Ostens“. Entsprechend dem Beinamen „Klein-Wien des Ostens“ für Czernowitz wurden Bukowiner manchmal als „Buko-Wiener“ bezeichnet. Aufgrund der Entfernung vom imperialen Zentrum kursierten zeitgenössisch wenig schmeichelhafte Bezeichnungen wie „K.u.k.-Strafkolonie“ und „Halb-Asien“.
aus: Online-Lexikon zur Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa – Bukowina
Was macht man nicht alles
Was macht man nicht alles,
um etwas Neues zu erleben?
Was macht man nicht alles?
Man macht alles.
Walter Serner
Österreichisch-ungarischer Schriftsteller und Essayist, 1889 – 1942
Die Vorbereitungen.
Etliche Recherchen im Internet und in einer amerikanischen Datenbank lassen ein erstes Bild der Ahnentafel entstehen. Und das Schwarzthal wird greifbarer.

