In Klaipeda streifen wir durch die Stadt, es sind noch einige Stunden zu überbrücken. So gönnen wir uns einen Abstecher zum „Fest der Minderheiten“ und besuchen die bekannten Plätze noch einmal auf.
Die Ausflügler sind wieder an Bord. Es geht auf der Victoria Seaways zurück nach Kiel mit leckerem Essen an Bord und einer guten Schlafkabine. Die Überfahrt wird von regnerischem und windig kaltem Wetter begleitet. Die Nutzung der Außendecks ist nicht möglich.
Klaipeda – FähranlegerAuf der Fähre Victiria SeawaysAuf der Fähre Victiria Seaways
Und rückwärts müssen die LKW die Fähre verlassen.
Klaipeda – Fähranleger
Und welches Ziel steht 2023 an? Aber erst werden wir einige Tage mit David, Lina und Jonathan in Braunschweig verbringen, die Wäsche für und die Sardinienreise vorbereiten.
Vom Wasser wird alles
umspült und bezwungen,
es nahm ihr den Mann,
zwei große Jungen.
Sie fuhren hinaus,
die Segel straff.
Einzeln nach Haus
brachte die Toten das Haff. Walther Heymann (1882 -1915)
Nida – Diorama
Am Nachmittag beruhigt sich das Wetter, der Regen läßt nach. Nach der erfolgreichen Platzreservierung im „Fischeria“ (zunächst für 19 Uhr keine Plätze frei, vielleicht ab 20 Uhr, Telefonnummer hinterlegen wir für spätere Informtion ab 19.30 Uhr, Alternative „Essen wir togo-mäßig in unser naheliegendes Ferienzimmer gebracht wird nach gemeinsamer Entscheidung als Lösung nicht weiter verfolgt, wir suchen ein anderes Restaurant und nehmen die Platzreservierung vor, zurück zur Fisheria, um die Reservierung zu stornieren, nun ist hier aufgrund zwischenzeitlicher Absage ein Platz frei, also zurück zum Grill House, um die Stornierung zurückzunehmen, … nun geht geht es endlich zur Ostsee.
Heute unternehmen wir die lange vorbereitete Komoot-Wanderung zum Death Valley und zur Ostseeküste. Das wir im Regen zurückkehren werden, war nicht geplant.
Nida – Am HaffNida – Am HaffNida – Am HaffNida – Die perspektivische Installation „Kohlewald“Nida – Die perspektivische Installation „Kohlewald“Nida – Die große DüneNida – Aufstieg zur Großen DüneNida – Blick auf das HaffNida – Skulptur „Satre im Wind“Nida – Death ValleyNida – Im Death Valley
Die Segelfliegerschule war der Hauptsommerlager der Segelflieger. Die Schule funktionierte seit 1933 bis 1939 und hatte mehr als 500 Segelflieger – Piloten ausgebildet. Auf dem ehemaligen Fundament der Flugzeughalle wurde im Jahre 1978 ein Bogen gebaut, der den Ort der Segelfliegerschule kennzeichnet. Im Jahre 1998 wurde zum 65. Jubiläum der Schule ein Gedenkstein zum Andenken der litauischen und deutschen Segelflieger enthüllt.
Nida – Reste der SegelfliegerschuleNida – Informationstafel zur Segelfliegerschule86 km bis Kaliningrad – Straßensperrung
Mit durchnässter Kleidung kommen wir zur Ferienwohnung zurück. Die Kälte und führt mit Kopfschmerzen zu einem Totalausfall für einige Stunden, und das am Geburtstag. Aber am Abend gibt es kein Galadinner auswärts, sondern geräucherte Lachsforelle, geräucherter Aal und geräucherten Tintenfisch mit Prosecco.
Nida – Fischräucherei „Tik Pas Joną“Nida – Fischräucherei „Tik Pas Joną“Nida – Fischräucherei „Tik Pas Joną“Nida – Fischräucherei „Tik Pas Joną“
Ein beschauliches und ruhiges Nida in der Vorsaison.
Mit einem Abstecher zu dem Hügel der Kreuze in der Nähe von Šiauliai fahren wir wieder zum Fährhafen von Klaipeda, aber zunächst bringt uns die kleine Fähre auf die Kurische Nehrung.
Selbstverständlich können Kreuze vor dem Berg der Kreuze in ausreichender Zahl und unglaublicher Vielfalt käuflich erworben werden.
Berg der Kreuze – in der Nähe von ŠiauliaiBerg der Kreuze – in der Nähe von ŠiauliaiBerg der Kreuze – in der Nähe von ŠiauliaiBerg der Kreuze – in der Nähe von ŠiauliaiBerg der Kreuze – in der Nähe von ŠiauliaiBerg der Kreuze – in der Nähe von Šiauliai
Unterwegs sammeln wir noch eine alte Busstation.
Litauen – in der Nähe von Rozalimas
Skinni hat auf der Weiterfahrt nach Klaipeda Heißhunger auf einen Döner! Was für ein Wunsch! Und tatsächlich führt er uns zielsicher ohne Navi in einem Vorort von Šiauliai zu einem Kebab-Stand. Woher wußte er es? Er hat es uns nicht verraten. Die Bestellung gestaltet sich sprachlich etwas schwierig, die Verkäuferin zeigt uns daher einige Zutaten aus der Küche. Aus den nahegelegenem Markt holen wir passend kühles Bier, natürlich alkoholfrei.
Ginkūnai – in der Nähe von ŠiauliaiGinkūnai – in der Nähe von ŠiauliaiGinkūnai – in der Nähe von ŠiauliaiKlaipeda – Fährverbindung zur Kurischen Nehrung
In Nida benötigen wir einige Zeit, um unsere Ferienwohnung zu finden, die versteckt per Treppe erreichbar im 1. Stock mit außen angebrachtem Schlüsseltresor liegt. Wer kennt noch den Code? Nida
Nach dem „Einzug“ und der Parkplatzsuche besuchen wir den kleinen Hafen, ein erstes Ankommenprogramm. Zum anschließenden Abendbrot in der Ferienwohnung haben wir das notwendigste aus dem Supermarkt besorgt. Der rote aus Apulien begleitet den Lachs.
Mit dem Stadtbus geht es zum Stotis (Busbahnhof) und mit dem Überlandbus nach Trakai, der alten Hauptstadt Großlitauens. Wieder einmal haben wir sonniges Wetter. Die Fahrt durch die Vororte von Vilnius spiegelt die sowjetische Vergangenheit wider – alte graue Betonbauten mit typischen Ornamenten.
Vilnius – BusbahnhofVilnius – Busbahnhof
In Trakai besichtigen wir die Burg und die Außenansichten der alten Karäerhäuser. Und mittags sitzen wir am See und genießen die Aussicht.
Nach der Rückkehr in Vilnius besuchen wir die John Lennon Statue, Isa und Skinni fahren zum Hotel zurück. Wir verabreden uns wieder am Platz mit dem Israeli Street Food.
Vilnius – Street ArtVilnius – Skulptur für John Lennon
Am Platz vor der Kathedrale wird das Picknickessen vom Vortag aufgegessen, vorher erfrischen wir uns mit einer „Moskau-Schnitte“ (Vanilleeis, abgepackt wie ein Stück Butter).
Am Israeli Street Food Platz findet ab 19 Uhr ein Live-Auftrit der Baltic Balkan statt. Die Gruppe erhält eine spontane Verstärkung durch einen ukainischen Trompeter. Musikbeispiel: Baltic Balkan Musik
Vilnius – Israeli Street Food – Gruppe „Baltic Balkan“Vilnius – Israeli Street Food – Gruppe „Baltic Balkan“
Der letzte Hunger wird zu später Stunde in einer Pizzeria gestillt, uns reicht noch das Picknick an der Kathedrale.
Heute wollen wir uns Vilnius von ober ansehen. Mit dem Bus fahren wir somit zum Palast der Grossfürsten von Litauen und mit der Funikular hoch zur Gediminas-Burg.
Vilnius – Schrägaufzug zur Gediminas-BurgVilnius – Turm der Gediminas-BurgVilnius – Blick von der Gediminas BurgVilnius – Blick von der Gediminas Burg
Von hier wandern wir hügelab und hügelauf zum Berg der Drei Kreuze und wieder hügelab und -auf zum Jüdischen Friedhof.
Vilnius – Berg der Drei KreuzeVilnius – Blick vom Berg der Drei KreuzeVilnius – Wanderung zum Jüdischen Friedhof in UžupisVilnius – Jüdischer Friedhof (Užupis)Vilnius – Jüdischer Friedhof (Užupis)Vilnius – Jüdischer Friedhof (Užupis)
Zurück über Užupis vorbei an der Undine-Skulptur, der Literatenstraße, der Besichtigung des Innenhofes des Palastes der Grossfürsten und der Kathedrale geht es wieder Richtung Hotel. Einen Stopp legen wir wieder beim Israeli Street Food ein.
Vilnius – UžupisVilnius – Engel von UžupisVilnius – UžupisVilnius – UžupisVilnius – Meerjungfrau von UžupisVilnius – LiteratenstraßeVilnius – LiteratenstraßeWiedersehn in VilniusVilnius – Palast der Großfürsten von LitauenVilnius – Palast der Großfürsten von LitauenVilnius – Palast der Großfürsten von LitauenVilnius – Kathedrale St. Stanislaus und St. LadislausVilnius – Kathedrale St. Stanislaus und St. LadislausVilnius – Blick vom Prospect auf die KathedraleVilnius – Israeli Street Food
Hier haben wir eine nette Zufallsbegegnung mit Martynas Švėgžda von Bekker, Litauischer Violinist, der uns viele aktuelle litauische Aspekte auf deutsch erzählt.
Vom Hotel aus können wir Schwalbennester erkennen.
Vilnius – Blick vom Hotel „Art City Inn“
Für das Picknik um die Mittagszeit kaufen wir in der jüdischen Bäckerei ein.
Vilnius – Jüdische Bäckerei und Cafe
Und dann geht es zum MO Museum mit den Ausstellungen „Baxt“ (Glück, Vorteil) und „Kaunas – Vilnius: Moving Mountains“.
Vilnius – MO MuseumVilnius – MO MuseumVilnius – MO MuseumVilnius – MO MuseumVilnius – Außenempore MO Museum
Im Bereich des jüdischen Viertels machen wir unsere Mittagspause mit Kaffee. Auf dem Weg dorthin gibt es wieder einiges zu entdecken.
VilniusVilniusVilniusVilnius – Denkmal für Zemach Shabad
Der Nachmittag startet mit dem Kauf von 2 Flaschen armenischen Rotwein. Hinter dem Tor der Morgenröte wartet die Fotoausstellung im Rathaus „Pressefotographie 2022 in Litauen“ auf uns.
Vilnius – Bei der MarkthalleVilnius – Tor der MorgenröteVilnius – Tor der Morgenröte mit Schwarzer Madonna ohne KindVilnius – Tor der MorgenröteVilnius – Fotoausstellung im Rathaus „Pressefotographie 2022 in Litauen“Vilnius – Fotoausstellung im Rathaus „Pressefotographie 2022 in Litauen“Vilnius – Fotoausstellung im Rathaus „Pressefotographie 2022 in Litauen“Vilnius – Fotoausstellung im Rathaus „Pressefotographie 2022 in Litauen“Vilnius – Fotoausstellung im Rathaus „Pressefotographie 2022 in Litauen“
Vor dem Abendessen bei der Kathedrale im „Katpedele“ (einmal mehr deftige litauische Küche) machen wir einen ersten Abstecher ins sog. Künstler- und Armenviertel „Uzurpis“, aber hier ist alles bereits sehr auf Tourismus getrimmt.
Vilnius – „Verfassung“ von UžupisVilnius – Wohnviertel UžupisVilnius – Wohnviertel UžupisVilnius – Engel von Užupis
Zur Verkostung des armenischen Rotweins und für einen Vergleich mit dem Roten aus dem Kanister nutzen wir die Sitzgruppe vor dem Hotel. Quersubventioniert sind die Weine alle in Ordnung.
Der erste rote Plastikkanister aus Apulien ist leer und wird entsorgt.
Wir beginnen den Tag mit der Skulptur für Frank Zappa.
„Hier ist er nie gewesen. Aber in Vilnius steht die Skulptur für ihn, sogar die einzige auf der ganzen Welt.“
„Das war ein eigentümliches Zeichen der Demokratie in dem damaligen, jungen Litauen, das seine Unabhängigkeit gerade wiedererlangte. Das war auch ein Zeichen von der Freiheit des Wortes und Schaffens, endlich gab es keine staatliche Zensur mehr. In der damaligen Sowjetunion durfte es keine amerikanische, westliche Sprache und Kultur geben. Deswegen haben die Künstler von Vilnius beschlossen, dass der freidenkende amerikanische Rocker Zappa am besten dazu passt.“
Vilnius – Skuptur für Frank ZappaVilnius – bei der Skulptur für Frank ZappaVilnius – bei der Skulptur für Frank Zappa
Der Stadtspaziergang führt uns anschließend durch die Innenhöfe der Universität. Die Turmbesteigung fällt für mich leider aus, die Sicht ist einfach zu gut.
Vilnius – Glockenturm der Universitätskirche St. JohannesVilnius – Universitätskirche St. Johannes und GlockenturmVilnius – Innenhof der UniversitätVilnius – Präsidentenpalast und Zugang zur Universität
Isa und Skinni gönnen sich am Nachmittag eine Ruhephase im Hotel. Wir besuchen die Markthalle „Halės turgus“, essen Empanadas und und trinken einen Kaffee am Stand einer kleinen Rösterei.
Die Erbsen teilt sich Moni mit einer neuen Bekanntschaft. Die Erdbeeren schenkt sich dann zusätzlich, erst meine kleinen Münzen lassen ihn zufreden weiterziehen. Die Erbsen und Erdbeeren nimmt er mit.
Vilnius – Vor der Halės turgusVilnius – Streetart
Mittlerweile hat der Regen wie angekündigt eingesetzt. Schnellen Schrittes nehmen wir den Weg zum Hotel. Dabei machen wir immer wieder kleine Stopps u.a.
am Tor der Morgenröte mit der schwarze Madonna ohne Kind oberhalb des Torbogens und am Rathaus mit dem Hinweis auf eine Fotoausstellung.
Vilnius – Tor der Morgenröte mit Schwarzer Madonna ohne KindVilnius – Tor der Morgenröte mit Schwarzer Madonna ohne Kind
Zufällig kommen wir am Restaurant „Katpėdėlė“ beim Rathaus vorbei. Nach telefonischer Abstimmung reservieren wir 4 Plätze für unser Abendbrot. Durch das neuere und ältere jüdische Viertel geht es nun direkt ins Hotel zum Wäschewechseln und Trocknen. Ca. 19 km haben die Sohlen uns getragen.
Die Stadt tanzt, überall ist Musik auch live zu hören.
Heute nun nehmen wir Abschied von Kaunas. Die Kulturhauptstadt, eine Stadt im Wandel und in der Entwicklung, hat uns sehr gut gefallen. Über das Landesinnere und den „Grutas Parkas“ fahren wir heute zur Hauptstadt Vilnius weiter. Blitzer und Streckenkontrolle zur Geschwindigkeitsmessung nehmen kein Ende. Das Navi muss hart arbeiten und zeigt per akustischem Signal jede Blitzstation und per Messung die gefahrene Durchschnittsgeschwindigkeit bei Streckenmessungen an.
Während der sowjetischen Besatzung standen Skulpturen in jeder Stadt: Stalin, Lenin und andere Symbole der Sowjetherrschaft. Ein litauischer Pilz-Millionär hat mehr als 80 Monumente gesammelt – und stellt sie in einer bizarren Mischung aus Freizeitpark, Gulag und Streichelzoo aus – eigenwillig, bizarr und seltsam.
Heube beginnt die Tour durch die Veranstaltungen im Rahmen der Kulturhauptstadt. Im Schalterraum der Bank von Litauen besuchen wir die Yoko Ono Installation „Ex It“.
Kaunas – Schalterraum der Bank von Litauen – Yoko Ono InstallationKaunas – Schalterraum der Bank von Litauen – Yoko Ono Installation
Isa und Skinni besuchen noch einmal die Ausstellung von William Kentridge. Und wir beide bummeln zur Altstadt.
Kaunas
Die Fotoausstellung „Rich and Poor“ von Jim Goldberg hat heute geöffnet.
Kaunas – FotogallerieKaunas – FotogallerieKaunas – Fotogallerie
Mittags gibt es nun endlich ein Bier in der Altstadt vor dem alten Rathausgebäude.
Kaunas – in der Altstadt vor dem alten Rathausgebäude
Zwischendurch immer wieder Street Art.
Kaunas – Street ArtKaunas – Street ArtKaunas – Street ArtKaunas – Street ArtKaunas – Street Art
Isa und Skinni treffen wir wie abgesprochen zum Besuch der Ausstellung zu Marina Abramovic „Memory of Being“.
Kaunas – Meno Parkas GallerieKaunas – Meno Parkas Gallerie
Unser Abendessen starten wir in einem Hinterhof mit Street Food. Es gibt gebackenen Blumenkohl.
Kaunas – Street Food and DrinkKaunas – Street Food and Drink
Zu wenig für ein Abendessen, der 2. Gang folgt in der Fußgängerzone im Restaurant „Wood Fired Kitchen“ – eine leichte Niete.
Nach dem ersten Frühstück im Ibis Hotel gehen wir gestärkt auf einen ca. 13 km langen Stadtrundgang. Unsere 1. Station erreichen wir mit der Standseilbahn.
Kaunas -Standseilbahn Žemaičių g. 5, Kaunas
Unser Ziel ist die Kirche Christi Auferstehung.
Kaunas – Kiche Christi Auferstehung
Bergab, wir sparen 1 Euro p.P., geht es nun über eine holprige Treppe zur Ausstellung „1972: Breaking the Walls“ im Alten Postamt.
Eine interessante Ausstellung über das Leben in Litauen zur Sowjetzeit in den 60er und 70er Jahren. „It will transport audiences to the 1960s and 1970s and the communities of disobedient people who resisted the system: illegal rock music bands, Kaunas actors and pantomime performers, rebellious hippies, and modern artists from Kaunas and Vilnius.“
Im Anschluß planen wir eine Fahrt mit der Standseilbahn zum Aussichtplatz auf Kaunas jenseits der Memel ein. Diesmal nehmen wir auch auf dem Rückweg die Standseilbahn.
Kaunas -Standseilbahn Aleksotas
Er folgt der Besuch der Ausstellung von William Kentridge.
Kaunas – Nationales Mikalojus-Konstantinas-Čiurlionis-Kunstmuseum – Ausstellung William Kentridge „That Which We Do Not Remember“Kaunas – Nationales Mikalojus-Konstantinas-Čiurlionis-Kunstmuseum – Ausstellung William Kentridge „That Which We Do Not Remember“
Mit einem Abstecher ins Memeldelta und dem Besuch der Vogelzugstation Ventė geht es weiter nach Kaunas.
Litauen – VentėLitauen – Ventė
Ein besonders geräucherter Hering begleitet unser Picknick in der Nähe der russischen Grenze.
[caption id="attachment_4179" align="alignnone" width="525"] Litauen – In der Nähe von Viešvilė[/caption]
Kurze Stopps legen wir bei Busstationen und einem kleinen Geschäft ein.
In Kaunas läuft routinemäßig das Programm am Abend nach der Ankunft im Hotel: Sondieren der Umgebung und das Abendessen. Alle werden gut satt im Restaurant „Bernelių užeiga“ (litauische Küche und litauisches Bier) in der Altstadt, und daher geht es mit dem Bus zurück ins Hotel. 1 Euro pro Person im Elektrobus, und der Flug startet.
It’s Kaunastic!KaunasKaunas – Bei der Fotogallerie in der Vilniaus gatvė 2
Nach einer mehr oder weniger heftigen roten Nacht gehe ich um 7 Uhr auf einen frühmorgentlichen Streifzug durch Klaipeda.
Es ist Wochenbeginn. Autos und Omnibusse erschweren das Überqueren der Verkehrsachsen Richtung Altstadt.
Gemeinsam starten wir nach dem landestypischen Frühstück mit warmen Würsten, Eiern und Porridge wieder in Richtung Altstadt und altem Hafen.
Leider ist der Skulpturenpark wegen Bauarbeiten geschlossen. Wir sammeln daher die Skulpturen außerhalb des Parks ein. Auf getrennten Wegen gehen wir zurück ins Hotel, ein wenig Schlaf muss nachgeholt werden.
Danach kommt richtige Seightseeingstimmung nicht mehr auf. Wir irren zwischen Hotel und Altstadt hin und her und bleiben schließlich im Brauhaus „Svyturys“ um die Ecke hängen.
Bevor wir am Abend Klaipeda erreichen, genießen wir wie am Vortag zu Mittag im „Goldfisch“
Kiel – Hafen-Kiosk Goldfisch Schilkseer Fischbrötchen
und am Abend im „Mare Balticum“ nun im „7 Seas“ ein üppiges und leckeres Frühstück an Board der Fähre.
Eine Alternative … nein.
Kiel – Schilksee
Unser „Combo Combo +“ Voucher war eine gute Entscheidung.
Während der Überfahrt verbringen wir viel Zeit an Deck unter blauem Himmel. Die Stimmung an Bord ist ausgesprochen ruhig, nur wenige Passagiere verlieren sich hier, unter Deck schlummern die Autos und insbesondere die zahlreichen Lastwagen. Die Fahrer sehen wir nur beim Essen und vor den Fernsehern. Ruhezeit. Der kühle Wind streift durch die Aufbauten.
Auf der FähreAuf der Fähre
Und am Abend gab es dann noch die Geschichte vom unglücklichen Mitarbeiter im Restaurant „Katpėdėlė“ … Ob er immer noch die fehlenden Essen für die richtigen Tische sucht?
Mit der Regina Seaways fahren wir über die Ostsee von Kiel Richtung Litauen. Und an Bord sind Moni, Isa, Norbert, Willi und unter Deck der Roomster. Wir freuen uns auf die Ankunft in Klaipeda am nächsten Tag um 18 Uhr.
Regina Seaways
„Die Kurische Nehrung ist so merkwürdig, dass man sie gesehen haben muss, wenn einem nicht ein wunderbares Bild in der Seele fehlen soll.“ (Wilhelm von Humboldt).
Der Krieg in der Ukraine hat die Corona-Sorge verdrängt. Vilnius liegt nur ca. 35 km von der belarussischen Grenze entfernt, so nah. Wir hoffen weiterhin, dass alles einen guten Ausgang nimmt: Krieg, Corona und Reise.
Kleine weiße Friedenstaube, fliege übers Land; allen Menschen, groß und kleinen, bist du wohlbekannt.
Du sollst fliegen, Friedenstaube, allen sag es hier, dass nie wieder Krieg wir wollen, Frieden wollen wir.
Fliege übers große Wasser, über Berg und Tal; bringe allen Menschen Frieden, grüß sie tausendmal.
Und wir wünschen für die Reise Freude und viel Glück; kleine weiße Friedenstaube, komm recht bald zurück.
Norbert hatte gut recherchiert, und wir waren noch von sommerlich geringen Werten ausgegangen.
Litauen und hier insbesondere Klaipeda, Kaunas und Vilnius vermelden hohe Inzidenzen zwischen 400 und 600. Und auch die Situation mit und in den Krankenhäusern läßt uns keine andere Wahl. Wir buchen die Fähre auf ein Vorhaltedatum im Mai 2022 um und stornieren die Hotels. Nächstes Jahr sollte die Reise klappen, und dann mit einem Besuch der „Kulturhauptstadt Europas 2022„, Kaunas, mit dem Motto „From temporary to contemporary“.
Hauswand in Kaunas
Du sagtest: Ein Tag jagt den Tag, und eine Nacht die andre
Siehe, es kommen Tage – sagtest du im Herzen
An deinem Fenster wirst du Abende und Morgen sehen
Und sagen: Es gibt nichts Neues unter der Sonne.
Und nun bist du geworden alt und lebenssatt
Gezählt sind deine Tage und vielfach abgemessen
Nun weißt du: Jeder Tag ist der letzte unter der Sonne
Und weißt auch: Jeder Tag ist neu unter der Sonne.
Der Monte Cavallo ruft uns! Im Oktober geht es Richtung Südtirol.
Aber im Mai 2022 geht eine weitere Fähre Richtung Klaipeda. Wir sind an Bord, und Norbert hat die Hotels umgebucht. Perfekt.
Dank unermüdlicher Recherchen und mit höchster Motivation hat Norbert die Details der Reise zusammmengetragen, abgestimmt und die Buchungen vorgenommen. Damit steht die Tourdokumentation angehübscht mit weiteren interessanten Aspekten als digitaler Reiseführer schon weitgehend zur Verfügung.