9. Tag – Die Rückreise

Um 08:20 Uhr fährt der Dacia Logan vor. Sowohl Gepäck als auch Fahrgäste und Fahrer finden Platz in dem Kleinwagen, der bereits beachtliche 530.000 km Asphalt oder minderes Material unter dem Profil und sicherlich auch Geländeherausforderungen hinter sich hatte.

Im Taxi

Nach 21 Minuten und 18 km durch Bukarest erreichen wir am Stadtrand den Flughafen Henri Coanda in Otopeni. Zeitweise verlässt die Tachonadel dabei nicht den 90er-Bereich. Rekordverdächtig!

Martha (Dermot Bolger)

Ich fand eine Kiste mit alten Platten,
blies den Staub von einer ausgedienten Nadel,

und Tom Waits sang „Martha„.
Ich war wieder vierundzwanzig,

die Lunge voll Hasch und Tabak,
billiger Weißwein neben mir

am Fenster deines möblierten Zimmers
im staubigen Augustlicht.

Eine Nacht tänzelt über verzogenes Vinyl,
ein letztes Mal, bevor wir losziehen

zu den Bars, wo Freunde sich treffen,
um Karten zu mischen, Würfel zu spielen.

Decken liegen verstreut auf einem Fußboden im Morgenlicht.
Wir warten darauf, dass das Leben beginnt,

und verweilen noch in jener Unendlichkeit,
in der die Stimme von Tom Waits verklingt.

8. Tag – Auf dem Friedhof und im Diplomatenviertel

Mit der Tageskarte geht es in der Metro hoch und runter.

Zunächst steigen wir beim jüdischen Friedhof aus. Weiter über den Bellu-Friedhof geht es hinunter zum diplomatischen Viertel. Mittlerweile hat Norbert ein doppeltes Tagesticket erstanden. Der Erweiterung des Metronetzes steht nun nichts mehr im Wege.

Bukarest – Jüdischer Friedhof
Bellu-Friedhof
Im Diplomatenviertel

Un zu Mittag gibt es ein Drei-Gänge-Menü im Bistro High Life für 7 Euro.

High Life Bistro

Und der Cismigui-Park dekoriert sich mit Krähenbordüren. Es riecht nach Hühnerstall.

Beim Cismigui-Park

Der Essenstipp zum Abend: Restaurant Vatra

Zuvor waren der Besuch von zwei Restaurantempfehlungen aus Norberts analogem Stadtführer erfolglos. Im Fischrestaurant stellte uns der Kellner eine Platte frischen Fisch (ein ganzer Seebarsch, eine ganze Dorade und 1 Scheibe Lachs) und 2 Flasche Wein (rose und weiß) auf den Tisch. Wir lehnten zunächst ab, weil wir uns schon für anderen Fisch und Wein entschieden hatten. Als der Kellner wieder die Platte mit dem Fisch und die Weinflaschen auf den Tisch stellte, hatten wir verstanden. Sehr traurig. Und das andere Restaurant hatte dauerhaft geschlossen.

7. Tag – Bukarest – „Haus des Volkes“ und MNAC

Zweimal zum „Haus des Volkes“ (Parlamentspalast) und zurück.

Vormittags hatte das Nationale Museum für zeitgenössische Kunst (MNAC) geschlossen. Wir gehen den Boulevard hinunter zum größten Shoppingcenter Rumäniens – groß, und schön ist etwas anderes. Das neue Kleid stammt aus rumänischer Produktion.

Und auf dem Weg dorthin genießen wir die schönen Wasserspiele.

Bukarest – Piata Unirii

Die Sammlung moderner Kunst in schönen und hohen Räumen des Parlaments, Quantität mit vielen Proben der Künstler, leider fehlt über alles ein Konzept und die Qualität.

Bukarest – Parlamentspalast
Bukarest – Café in der 7. Etage des MNAC
Bukarest – Nationales Museum für Gegenwartskunst

Das Essen nehmen wir in der bestriechenden Passage in Bukarest ein.

Bukarest – Passage Macca-Villacrosse

6. Tag – Museen in Bukarest

Wir besuchen das Nationalmuseum für Kunst. Und die Sonne quält sich durch die Wolken.

Nationalmuseum für Kunst
Treppenhaus im Nationalmuseum für Kunst
Nationalmuseum für Kunst

Und Essen gab es in der Wasserpfeifen-Galerie.

Passage Macca-Villacrosse

5. Tag – Bukarest

Es regnet.

Blick aus dem Hotelzimmer im Volo-Hotel

Rot ist das neue Grün in Bukarest, an den Kreuzungen jederzeit erlebbar. Die Fußwege haben Angeln und Ösen, überall sind Stolperfallen versteckt.

Durch Paläste im Pariser Stil gehen wir durch das „alte“ Handelsviertel, in dem sich auch eine Karawanserei befindet. Keine schöne Tour, Straßencafe und Kneipe wechseln sich ab.

Handelsviertel

Und auf dem Rückweg kommen wir an einem sog. „Modernistischen Hochhaus“, einem gefährdeten historischen Bauerbe, vorbei.

Bukarest – Modernistisches Hochhaus

4. Tag – Über das Dracula-Schloss zurück nach Bukarest

Zunächst geht es zur Kirchenburg in Tartlau, die Anlage in Heltau wird zur Zeit renoviert.

Tartlau
Tartlau
Tartlaue

Zum Glück war Dracula nicht zu Hause. Dieser Nepp ist keiner Ausführung wert.

Schloss Bran

Die Verkehrswege haben einen eigenen Reiz. Autobahnen und Schnellstraßen werden durch Kreisverkehre unterbrochen. Und die Füßgänger können nah Wahl den Zebrastreifen (!) oder die 5 Meter hohe Überführung benutzen. Unglaublich, insbesondere bei Nacht.

3. Tag – Eine Führung durch Sibiu

Mit einem Stadtführer geht es um 10 Uhr unter kulturellen und geschichtlichen Aspekten durch die Stadt. Das Hirschgehege werden wir heute meiden. Dafür haben wir den Staatspräsidenten Iohannis vor dem Rathaus getroffen.

Die anschließende Stadtführung für uns vier war großartig.

Das Team
Sibiu – Piata Mica
Sibiu – Rathaus und Stadtpfarrirche
Sibiu

2. Tag – Sibiu

Heute besichtigen wir Unter- und Oberstadt.

Aber zuvor wird eingekauft, und zum Naschen gibt es Pinienhonig.

Über den Cibin-Fluß sind es wenige Meter bis zum Markt. Insbesondere Gemüse in großen Mengen und Gebinden sind hier anzutreffen. Es ist ein farbenprächtige Bild.

Markt in Sibiu
Markt in Sibiu
Markt in Sibiu

IPA aus Bukarest in Sibiu bei feinstem Wetter.

Piata Mica in Sibiu

Und heute Abend geht es zum Oktofest. Hier ein Vorgeschmack.

Cibinfest in Sibiu

1. Tag – Die Reise nach Sibiu

Wie im Internet erwähnt musste ich beharrlich die weitere Zusatzversicherung für den Mietwagen ablehnen. Dabei hat sich der Agent sehr bemüht.

Und unterwegs gab es bereits das erste klassische Mittagsmahl an der Straße.

Und Käse und Schnaps gibt es ebenfalls reichlich südlich von Sibiu, vermutlich ein Grundnahrungsmittel in dieser Gegend Transsylvaniens.

Am Tag vor der Abreise nach Rumänien

Die Vorbereitungen sind abgeschlossen. Um 2 Uhr fahren wir mit dem Auto von der Wiesenstraße nach Berlin und mit dem Flugzeug weiter nach Bukarest. Hier wartet bereits unser Mietwagen für den Transfer nach Hermannstadt. Mal sehen, was die Reise an Überraschungen mit sich bringt.